Europa hautnah erleben: Klasse WO2 des BSZ Waldkirch auf Entdeckungstour in Straßburg
Freiburg/Straßburg – Während andere im Klassenzimmer saßen, hieß es für die Wirtschaftsoberschüler am BSZ Waldkirch, die dieses Jahr auf dem zweiten Bildungsweg ihr Abitur absolvieren: „Bienvenue à Strasbourg!“ Im Rahmen des Französisch-Unterrichts organisierten die Schüler einen Tagesausflug in die elsässische Europastadt.
Nach der Anreise über Kehl startete die Gruppe mit der Tram über den Rhein. Die erste Station führte tief in die Geschichte der Stadt: Eine Schülerin übernahm die Führung zu den historischen Bauwerken des Festungsbaumeisters Vauban. Die ehemalige Elite-Hochschule (ENA), die viele französische Spitzenpolitiker, unter anderem Präsident Macron besucht hatten, wirkte überraschend unscheinbar und prunklos.
Zwischen den Nationen
Im Verlauf des Vormittags lernten die Schülerinnen und Schüler einiges über die bewegte Vergangenheit der Stadt. Allein im 19. und 20. Jahrhundert mussten die Einwohner Straßburgs insgesamt viermal ihre Staatsbürgerschaft wechseln. Durch die Kriege zwischen Deutschland und Frankreich gehörte die Stadt mal zum einen, mal zum anderen Land. Diese wechselvolle Geschichte erklärt auch, warum Straßburg heute als „Hauptstadt Europas“ ein so wichtiges Symbol für den Frieden und die Versöhnung ist.
Kulinarik und Kultur im Gerberviertel
Anschließend führten zwei Schüler die Klasse durch das charmante Gerberviertel „Petite France“. In den verwinkelten Gassen wurde die französische Backkunst genossen, wobei besonders die Mandel-Croissants und das Pain au Chocolat hervorragend schmeckten. Bevor die Innenstadt verlassen wurde, stärkten sich alle im Restaurant „Flams“ mit Flammkuchen.
Das Herz der europäischen Demokratie
Der Hauptteil des Tages war der Besuch im Europäischen Parlament. Nach einem Sicherheitscheck, der dem an einem Flughafen glich, betrat die Gruppe das architektonische Wunderwerk aus Glas und Stahl. Dabei fiel der Name Louise Weiss auf – eine bedeutende Vorreiterin der europäischen Einheit. Im Hinterkopf hatten viele wohl die Idee, dass die Europäische Union im heutigen Kontext neben Großmächten wie Russland, den USA oder Asien steht und es wichtig ist, Herausforderungen gemeinsam anzugehen.
In einem 360-Grad-Kino konnte man in einen Film in die Arbeitsweise der Union eintauchen und zugleich die Kopfhörer mit Simultanübersetzung testen. Eine Mitarbeiterin erklärte einige Details zum Ablauf der Plenarsitzungen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Abgeordnete das Recht haben, in jeder der 24 Amtssprachen zu sprechen, in kleinen Sitzungen aber auch Brückensprachen wie Englisch zum Einsatz kommen. Dass es im Parlament keine nationalen Parteien, sondern nur europäische Fraktionen gibt, war für viele neu.
Zum Abschluss durften die Schülerinnen und Schüler auf der Besuchertribüne des riesigen Plenarsaals Platz nehmen und die Debatten sowie die Live-Übersetzungen über Kopfhörer hautnah miterleben. Nach einem ereignisreichen Tag kehrte die Klasse mit vielen neuen Eindrücken heim. Ein herzlicher Dank geht an die BSZ-Lehrkräfte Simone Schwarz und Peter Stihl für die Begleitung sowie an die Schulleitung für die Genehmigung dieser Bildungsreise.
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