Faszination unter Tage: Chemiekurse der SG & WG 12 auf den Spuren der Erdmannshöhle Hasel
Am 10. Juli 2026 machte sich der Chemiekurs der Jahrgangsstufe 12 der sozialwissenschaftlichen (SG) und Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasien (WG) pünktlich um 8:00 Uhr morgens auf den Weg zu einem ganz besonderen Außeneinsatz: Das Ziel der Exkursion war die berühmte Erdmannshöhle in Hasel nahe Lörrach, eine der ältesten Tropfsteinhöhlen Deutschlands. Begleitet wurde die Gruppe von Fachlehrerin Frau Wegener-Hunn sowie der Referendarin Frau Meier. Nach der Ankunft vor Ort stimmte ein Fachvortrag einer Mitschülerin die Gruppe perfekt auf das unterirdische Abenteuer ein. Sie erläuterte eindrucksvoll die geologische Entstehung der Höhle, die physikalisch-chemischen Bedingungen der Höhlenbildung sowie die chemische Zusammensetzung der beeindruckenden Tropfsteine.
Beim Betreten der Höhle bemerkten alle schnell, dass eine warme Jacke im Gepäck eine sehr gute Entscheidung war, da in den kühlen Gängen ganzjährig niedrige Temperaturen herrschen. Auf dem rund 300 Meter langen, für Besucher erschlossenen Führungsweg gab es für die Schülerinnen und Schüler auf Schritt und Tritt faszinierende Entdeckungen zu machen. Fachlehrerin Frau Wegener-Hunn nutzte jeden Stopp entlang der Route, um die konkreten chemischen Reaktionen und Zusammenhänge hinter den Tropfsteinformationen zu erklären. Besonders eindrucksvoll waren dabei die deutlichen Verfärbungen vieler Tropfsteine, die aufgrund chemischer Reaktionen in rötlichen Tönen erstrahlten oder schwarze Nuancen aufwiesen. Neben der reinen Wissenschaft kam auch der Humor nicht zu kurz, denn aufgrund ihrer bizarren und fantasievollen Formen erhielten viele Tropfsteine lustige Namen. Ein persönliches Highlight der Führung waren zudem die versteckten kleinen Zwergenfiguren, die sogenannten Erdmädchen, die Einblick in die regionale Sagenwelt rund um die Höhle gaben.
Dass die Höhle über so viele Jahrtausende hinweg in ihrer Form erhalten geblieben ist, fasziniert auch die Forschung: Der älteste Tropfstein der Höhle wird auf ein erstaunliches Alter von rund 135.000 Jahren geschätzt. In regelmäßigen Zeitabständen besucht deshalb ein wissenschaftliches Team der Universität Heidelberg die Höhle, um auch die nicht öffentlich zugänglichen Bereiche zu erforschen.
Nach der imposanten Führung verbrachte die Gruppe noch eine schöne gemeinsame Zeit an der frischen Luft. Bei einem gemeinsamen Picknick stärkten sich alle, bevor ein kleiner Spaziergang durch die Umgebung das Programm abrundete. Gegen 12:30 Uhr trat der Kurs schließlich gut gelaunt die Rückfahrt Richtung Waldkirch an. Der Ausflug war insgesamt ein voller Erfolg und hat eindrucksvoll gezeigt, wie spannend und praxisnah Chemie außerhalb des Klassenzimmers sein kann. Ein herzlicher Dank gilt Frau Wegener-Hunn und Frau Meier für die hervorragende Organisation und Begleitung dieser gelungenen Exkursion.
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