News Detailseite

Studienfahrt BG12: Bella Italia- eine Woche für die Ewigkeit

von K. Burger und L. Zienna (beide SGGS12) |

Montag, 11.05.2026 der Beginn eines unvergesslichen Abenteuers. Hier ist der ehrliche Bericht unserer Studienfahrt nach Italien, auf der wir das Dolce Vita in vollen Zügen genossen haben. 

Der Montag begann genau so, wie es sich kein Schüler wünscht: Treffpunkt 6:10 Uhr morgens - bei Regen. Doch von da an hieß es für das BG 12: „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“. Gemeinsam traten 44 müde Jugendliche, ein Netz voller Volleybälle und Frizbees und natürlich unsere Lehrer: Herr Zürn, Frau Wagner und Frau God die Reise an. Letztere kannten wir bis dahin nicht, schlossen wir aber im Laufe der Reise ins Herz. Und dann war da noch Wolfgang, unser Busfahrer, der uns die gesamten Tage begleitete. Als nach gut drei Stunden Fahrt die ersten Blasen drückten, stießen wir auf taube Ohren. Ein kurzer Pipi-Stopp war ausgeschlossen, und die bordeigene Toilette zu benutzen, war auch nicht erwünscht. Alles nach dem Motto: Wolfgangs Bus - Wolfgangs Regeln. Kurz vor dem Campingplatz plünderten wir den lokalen Lidl. Während unsere Einkaufswagen sich mit Bergen von Chips, Schokolade und Cornys füllten, schritt Herr Zürn ein und sorgte mäßig dafür, dass am Ende auch noch ein paar gesunde Vitamine im Wagen landeten – sehr zu unserem Bedauern. Es war bereits später Nachmittag, als wir unseren Campingplatz erreichten. Das Beziehen der Bungalows ging ruckzuck, und direkt danach stand ein Spaziergang zum Meer an. Der Weg war gefühlt dreimal so lang wie angekündigt. Als uns dann noch mitgeteilt wurde, dass sich in genau diesem Gebüsch Wildschweine pudelwohl fühlen, war das Survival-Gefühl perfekt. Zurück im Camp kochte jede Bungalow-Crew ihr eigenes Essen, bevor alle absolut erschöpft in die Betten fielen.

Der Dienstag startete viel zu früh. Sport stand auf dem Programm. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf. Die einen spazierten zum örtlichen See und erkundeten danach das kleine Städtchen, während die andere Gruppe einen Berg am Fuße der Apuanischen Alpen bezwang. Nachmittags als alle wieder K.O. am Campingplatz angekommen waren, gingen wir gemeinsam nach Lucca. Hier schlug die Stunde der Kultur: Schülerreferate versorgten uns mit geballtem Wissen über die historische Stadtmauer, die Altstadt und den berühmten Komponisten Giacomo Puccini. Danach kam das eigentliche Highlight: Freizeit. Wir haben uns durch die kulinarischen Grundnahrungsmittel Italiens getestet und Pizza, Pasta sowie jede Menge Eis genossen.

Am Mittwoch ging es nach Florenz. Wolfgang fuhr uns bis vor die Tore der Stadt, hinein ging es dann mit der Straßenbahn. Als einzige Person, die die magische Gabe besaß, Wolfgangs harte Schale zu knacken, handelte Frau Wagner zwei stolze Zusatzstunden in der Stadt für uns aus. Wolfgang betonte dabei weise, dass wir umso mehr Geld ausgeben, je länger wir in der Stadt bleiben. Damit hatte er
wohl recht. In Florenz lernten wir einiges über den Dom, den Palazzo Vecchio und die Ponte Vecchio. Als der Himmel seine Schleusen öffnete, retteten wir uns in die Uffizien. Ein genialer Schachzug, denn so konnten wir im Trockenen die weltberühmten Kunstwerke von Da Vinci und Botticelli bestaunen. Beim anschließenden Souvenir- und Postkartenkauf wurde die Wirtschaft Florenz' kräftig
angekurbelt. Zurück im Camp wurde wieder in den Bungalows der Kochlöffel geschwungen. Den Abend verbrachten wir alle gemeinsam draußen bei Spielen, dem neuesten Stufen-Tratsch und den besten Storys aus dem Lehrerzimmer.

Für den Donnerstag gaben uns die Lehrer verschiedene Optionen zur Auswahl, bei denen wir uns zwischen Entspannung am Platz, einem Städtetrip nach Pisa oder einer kulinarischen Expedition entscheiden konnten. Bei letzterer kurvte Wolfgang uns über die engen, malerischen Straßen und durch die Weinreben der Toskana. Ziel war ein wunderschönes, lokales Weingut. Dort genossen wir fantastische Bruschetta, beste Gesellschaft und lernten bei einer Führung, wie der typische Chianti-Wein hergestellt wird. Wir hatten den Namen im Kopf vorher immer falsch abgespeichert und sprachen ihn munter als „Tschanti-Wein“ aus, bis Herr Zürn uns schließlich korrigierte. Das war wirklich super interessant und natürlich wurden auch hier fleißig Souvenirs für die Eltern geshoppt. Nur einer hielt sich beim Wein dezent zurück: Wolfgang meinte auf dem Weingut nur trocken zu uns, dass Wein absolut nichts für ihn sei – er trinke lieber sein FüPi (Fürstenberger Pils). Wieder zurück am Campingplatz brach auch schon der letzte Abend an. Dieser stand unter den strengen Vorgaben der Lehrer, schließlich mussten die Koffer für die frühe Abreise gepackt sein.

Am nächsten Morgen um Punkt 7:00 Uhr saßen wir alle brav im Bus Richtung Waldkirch. Im Gepäck ein paar Mückenstiche, die Gewissheit, dass Wildschweine uns nichts anhaben können, und vor allem unbezahlbare, tolle Erinnerungen an eine geniale Woche. 

Ciao, Bella Italia!