Wie wichtig ist hochwertige Bildung?

Am Beruflichen Schulzentrum Waldkirch führte kürzlich die aus Ruanda stammende Referentin Keza Coudra mit Schüler*innen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums einen Workshop zum Thema „Hochwertige Bildung“ durch.

Möglich machte dies die bundeslandübergreifenden Projektinitiative „Grenzenlos Schulen“. Diese wird von der unabhängigen Organisation World University Service (WUS) realisiert und vermittelt Lehrkooperationen zwischen beruflichen Schulen und Studierenden aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Im Fokus stehen hierbei sowohl eine Sensibilisierung der Jugendlichen für nachhaltige Entwicklung als auch der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Als Grundlage fungieren die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Besagte Ziele sowie drängende Globalisierungsprobleme sollen jungen Menschen lebensnah und verständlich vermittelt werden.

Diesen Prämissen wurde der Workshop gleich zu Beginn gerecht, als sich die Jugendlichen im Rahmen einer Gruppenarbeit zunächst ganz persönlich dem Thema näherten, indem verschiedene Sätze, wie etwa „Bildung ist...“ individuell und dann gemeinsam in der Gruppe vervollständigt wurden. Hierbei entstanden Aussagen wie beispielsweise „Bildung schafft wertvolle Grundlagen und ist durch ihre Vielfältigkeit hilfreich für das Leben.“

In einer daran anschließenden Diskussionsrunde kam man zu dem Konsens, dass Bildung weltweit für jeden zugänglich sein und dabei möglichst ohne Druck erfolgen sollte. Denn besonders hochwertig und nachhaltig sei die Wissensvermittlung, wenn sie mit Freude am Lernen einhergehe. Dass in Deutschland jeder die Schule besuchen könne, sei ein Privileg, das man zu schätzen wissen müsse, so ein weiteres Fazit der Teilnehmer.

In ihrem dann folgenden Vortrag berichtete die Referentin authentisch und sehr anschaulich über die Bildungssituation in ihrem Herkunftsland Ruanda und zeigte deren Vielseitigkeit auf. Neben den öffentlichen Schulen mit oft großen Klassen gibt es in Ruanda Privatschulen, in denen die Lernenden zum Teil mit Laptops und anderen technischen Geräten ausgestattet werden. Wenn auch nicht jeder diese hochwertige Bildung genießen könne, so müsse man in Ruanda immerhin seit 2009 keine Schulgebühren mehr bezahlen, so die Referentin, was zumindest jedem Kind den Zugang zur Bildung ermögliche. Dies jedoch sei natürlich nicht überall auf der Welt so. „Unvorstellbar“, so kommentierte eine Schülerin die Zahl, die angab, wie viele Schüler weltweit nicht die Möglichkeit haben, eine Schule zu besuchen. Diesen 263 Millionen Kindern und Jugendlichen, so Keza Coudra, stehe in der Regel aufgrund der geringen Bildungschancen eine schwierigere Zukunft bevor. Nicht ohne Grund ist die Verbesserung der weltweiten Bildungssituation eines der 17 globalen UN Nachhaltigkeitsziele.

In einer abschließenden Feedbackrunde bedankten sich die Teilnehmer bei der Referentin für die anschaulichen Impulse und Informationen und stellten einstimmig fest, dass für sie alle eine hochwertige Bildung wichtig und im Leben unverzichtbar sei. Wissen, so eine Schülerin, sei eines der wenigen ‚Dinge‘, die einem nicht genommen werden könnten und junge Menschen für das Leben ausstatteten.

Von Zara Hübschle

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